Bienenstand Webcam

Aktueller Blick zum Bienenstand

Was machen die Bienen?

  • Bienenvolk schrumpft auf eine Anzahl von ca. 10'000 Bienen
  • Es schlüpfen die Winterbienen, die bis zum Frühling leben
  • Wespen versuchen Futter zu rauben

Was macht der Imker?

  • mit Zuckerwasser (Ersatz für den Honig) auffüttern
  • Varroabehandlung


Varroabehandlung mit ApiLifeVar und Auffütterung mit Zuckersirup

Jetzt kommt die Zeit für die intensive Pflege an den Völkern

Varroabehandlung mit ApiLife VAR
Die Beiden ApiLife Var Plättchen werden auf ein Kunststoff-Netzgitter gelegt.

Gleich nach der Honigernte am 10. August werden die Bienenvölker gegen die Varroamilben behandelt. Ich habe mich dieses Jahr für das Bienenschonende ApiLife VAR entschieden. Es ist eine Mischung aus ätherischen Komponenten die sich gegenseitig fördern. Es beinhaltet Thymol, Eucalyptusöl, Menthol und Kampfer. Durch den starken Geruch verlieren die Varroamilben die Orientierung und fallen von den Bienen ab.

 

Das Produkt ist zwar sehr Bienenschonend, hat aber trotzdem ein paar Nachteile.

 

1. Der starke Geruch

Der Thymolgeruch hält sich recht lang in der Beute. Die Waben dürfen somit nicht mehr für die Honiggewinnung benützt werden (was für einen seriösen Imker sowieso nicht in Frage kommt).

Eingeengte Fluglöcher
Eingeengte Fluglöcher schützen vor Räuberei.

2. Räuberei

Der Thymolduft überdeckt den Stockgeruch des Bienenvolkes. Die Wächterbienen haben Mühe, fremde Bienen von den eigenen Bienen zu unterscheiden. Ganz wichtig ist, vor der Behandlung das Flugloch einzuengen.

 

3. Die Bienen tragen die Moosgummi-Plättchen ab

Einige Völker tragen die Moosgummi Plättchen schon in wenigen Tagen ab. Da muss man auf der Hut sein und nachlegen. Ich mache momentan einen Test und habe aus dem Netzmaterial ein Säckchen genäht. Ich hoffe, dass diese nicht gleich mit Propolis verkittet werden. Ansonsten müssen diese kurz in der Gefrierschrank, danach kann der Propolis ganz einfach abgebröckelt werden.

 

Zuckerwasser
Das 1:1 angerührte Zuckerwasser wird in kleinen Portionen à ca. 5 - 8 kg gereicht.

4. Futterabnahme

Ich teste dieses Jahr das Füttern von selbst angerührtem Bio-Zucker. Obwohl einige Imker das Problem haben, dass die Bienen mit ApiLife VAR manchmal das Futter nicht mehr annehmen, hatte ich mit dem selbst angerührten Zucker nie Probleme. Das 1:1 verdünnte Futter wird im Nu abgenommen und die frischen Mittelwände werden schön ausgebaut.

 

Das Futter wird nicht mehr in 2 Portionen gegeben sondern in 4 - 5 Tranchen. Das ist zwar viel mehr Aufwand, hat aber den Vorteil, dass das Volk über 2 Monate immer wieder Futter erhalten und so schön stark in den Winter gehen. In Kombination mit dem Sonnenblumenpollen ein richtiges Festessen für die Bienen.

Der grosse Vorteil von ApiLife VAR

Varroakontrolle
Die Varroen fallen und können auf der Windel ausgewertet werden.

Nach all den kleinen Nachteilen nun zum grossen Vorteil von ApiLife VAR. Im Gegensatz zur Ammeisensäure wird die offene Brut und auch die Königin nicht geschädigt. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass nach der Behandlung mit Ammeisensäure die Varroapopulation schneller wieder zunimmt als bei einer Thymolbehandlung. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass die Plättchen direkt auf die Waben gelegt werden können und kein zusätzlicher leerer Honigraum nötig ist. Die Behandlung kann zusammen mit der Auffütterung gemacht werden. Zudem ist ApiLife VAR in einem grossen Temperaturbereich einsetzbar und fällt bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht aus.

Kann man in der Schweiz Sonnenblumenhonig ernten?

Umzug von Amlikon-Bissegg (TG) nach Thalheim an der Thur (ZH)

Der IG Biene Bestäubungsanhänger steht nun direkt neben einem Sonnenblumenfeld. Ob wir Sonnenblumenhonig ernten können wird sich zeigen.

Zurück von der Belegstelle

11 von 15 Königinnen sind in Eilage

Die jungen Königinnen waren für 2 Wochen in den Ferien in der Zentralschweiz. Leider haben sie sich das Sommerwetter etwas besser vorgestellt - jeden Tag Regenwetter. Wären da nicht diese gutaussehenden und durchtrainierten Männer gewesen, der Urlaub wäre für die Katz gewesen. So haben sich meine Königinnen mit diesen heissen Drohnen vergnügt. Nun wird aber gearbeitet und für die Königin gibt's keine Ausflüge mehr. Jeden Tag schuften und immer Eier legen, bis zu 2'000 Stück pro Tag. Ächz! Dafür ist der Service hervorragend. Die Königin wird gefüttert und sogar ihr Kot wird rausgetragen!

Bienenstand Saum Herisau

Die aktuellen Bienen Patenvölker

Magazine am Bienenstand in Herisau AR
Bienenstand Saum mit seinen Patenvölkern

Die Bienenvölker am Bienenstand Saum in Herisau. Ganz links (Uni ZH) steht das Waagvolk, von dem die aktuellen Gewichtsmessungen nachverfolgt werden können. Daneben steht unser bestes "Zuchtvolk" auf dessen Flugbrett die bewaffnete Rambodiesli Biene wacht. Von diesem Volk haben wir 15 Königinnen nachgezüchtet. Auf der rechten Seite drei weitere Patenvölker. Das mittlere im neuen Magazinmass Dadant US.

Schwarmtraube hängt faul herum

Die natürliche Vermehrung eines Bienenvolkes

Schwarmtraube an einer Tuja
Die Bienen ketten sich zusammen zu einer Schwarmtraube

In den Monaten Mai und Juni wird es eng im Bienenvolk. Es schlüpfen sehr viele Jungbienen und es gibt zu wenig Arbeit für alle. Vor allem bei regnerischem Wetter, wenn alle Arbeiterinnen Zuhause bleiben entsteht Schwarmstimmung. Dabei legt die Königin ein befruchtetes Ei in einen von den Arbeiterinnen vorbereiteten Weiselbecher. Danach wird dieses Ei ausschliesslich mit Gelée Royale gefüttert, damit eine Königin entsteht. Nach 16 Tagen ist es soweit. Die junge Königin schlüpft.

An einem warmen und sonnigen Tag geht der Schwarm

Kurz vor oder auch ein paar Tage nach dem Schlupf der Tochter-Königin fliegt die «Alte» mit der Hälfte der Bienen davon. Zuvor muss die Mutter jedoch abspecken und das Fluggewicht erreichen. Dazu wird sie von den Arbeiterinnen über die Waben gejagt und nicht mehr gefüttert. Ein paar Meter vom alten Zuhause entfernt, sammelt sich der Schwarm zu einer Traube. Die Bienen ketten sich zusammen und hängen manchmal alle zusammen an einem hauchdünnen Ästchen von einem Blatt. Die Spurbienen suchen nun eine geeignete Höhle mit etwa 50 Litern Volumen. Früher gab es da viele alte, hohle Bäume. Heute gibt es Forstwirtschaft und Imker. Leider können wilde Bienenvölker ohne die Hilfe des Imkers und einer Varroabehandlung nicht mehr überleben.

Soo viele Königinnen und kein einziger König

Das erstellen von den Begattungskästchen ist immer sehr anstrengend. Wie immer ist der Imker spät dran und muss auf den letzten Drücker Bienen für 15 kleine Begattungseinheiten herzaubern. Blöd nur, wenn das Wetter nicht mitspielt und die Bienen bei Nieselregen sowieso hässig sind. Es dürfen auch keine Drohnen (Männchen) mit dabei sein, sonst gibt es Ärger auf der Belegstelle.

Der Imkervater ist sehr streng bei der Auswahl des Schwiegersohns

Für seine Prinzessinnen wünscht sich der Imkervater nur die besten Schwiegersöhne. Dazu werden die jungfräulichen Königinnen auf die Alp gebracht, wo es keine fremden Drohnen gibt. Sie werden da auf dem Hochzeitsflug von 10 bis 15 Drohnen aus Zuchtvölkern begattet. Danach bleibt die Königin tagaus, tagein im Volk und legt im Tag bis zu 2'000 Eier.

Bienenvolk wird ausgewildert

Einlogieren, Einschlagen oder Auswildern?

Neues Bienenvolk
Bienenvolk ist nun einlogiert

In der Imkersprache gibt es viele kurlige Spezialbegriffe. Wenn man Bienen in eine neue Kiste steckt, dann heisst das einlogieren (was sehr edel klingt) oder einschlagen (was eher brutal tönt). Ich habe extra den in Imkerkreisen ungewöhnlichen Begriff «ausgewildert» benutzt.

Die Bienen entscheiden selbst ob sie bleiben

Wie bringt man den Bienenschwarm in die Kiste? Der Imker schüttet dazu den Bienenschwarm (ca. 20'000 Arbeiterinnen und eine Königin) in ein Magazin mit Bienenwaben und offenem Flugloch. Das Volk entscheidet nun selbst ob es bleiben möchte oder nicht. Ich mache diese Arbeit immer abends. Als Anreiz zum Bleiben setze ich dem Volk einen Futtertrog mit dünnflüssigem Zuckerwasser auf (2 kg Biozucker / 2 L Wasser, geschüttelt oder gerührt ist egal). Damit die Bienen das Futter finden, lege ich eine Spur. Dazu lasse ich etwas Zuckerwasser zu den Waben runter tropfen. Da der Aufstieg zum Futtertrog genau mittig ist, rücke ich die Waben für zwei Tage in die Mitte der Beute. So entsteht kein Wildbau. Danach werden die 5 bis 6 Dadant Waben an die rechte Wand geschoben.

Schwarm mit prächtiger Aussicht

Bienenschwarm Säntisblick

Bienenschwarm in der Schwarmkiste mit Säntisblick
Bienenschwarm mit schönster Aussicht auf den Säntis

Am Sonnenberg in Abtwil konnte ich heute einen wunderbaren Bienenschwarm einfangen. Am neuen Standplatz wird die Aussicht leider nicht mehr so grandios sein. Die Schwarmkiste habe ich in den Schatten gestellt, damit sich die Bienen beruhigen können.

BienenZuchtsaison 2016 eröffnet

Die Bienenvölker sind in Schwarmstimmung und sind bereit neue Königinnen nachzuziehen. Am Mittwoch haben wir die erste Serie der Königinnenzucht gestartet. Von unserem besten Volk werden winzig kleine Larven in die künstlichen Weiselbecher umgebettet. Einem Volk wird für 2 Tage die Königin und die gesamte Brut entnommen. (Fast) alle Arbeiterinnen verbleiben im Zuchtvolk. Diese brauchen nun unbedingt wieder eine Königin. Durch das füttern der Larven mit Gelée-Royale bildet sich aus der hundsgewöhnlichen Arbeiterinnenlarve eine Königin. Das ist eines der vielen Wunder der Bienenwelt, die das Imkern so interessant machen...

Das Bienensterben geht weiter

2014 sorgte das Bienensterben in der Region Zäziwil in der ganzen Schweiz für Schlagzeilen. Nun droht sich das Szenario zu wiederholen. Sind die Gründe die gleichen?

Bienensterben in Zäziwil
2014 starben in der Region Zäziwil 170 Bienenvölker (Bild: Urs Baumann)

Man könne noch nicht viel sagen. Man wolle ja niemanden fälschlicherweise beschuldigen. Und ja, die Sache sei heikel. Wer zum Bienensterben in Zäziwil Fragen stellt, erhält zurzeit nur spärlich Antworten.

Am Mittwoch vermeldete das Internetportal Bern Ost, dass rund um Zäziwil wieder in grosser Zahl tote Bienen gefunden wurden. Betroffen ist dieses Mal vor allem Mirchel. Aber auch in Zäziwil wurden Kolonien stark dezimiert. «Die Bienen sind momentan sehr aggressiv. Das ist ein Zeichen, dass sie ein Problem haben», sagt eine betroffene Imkerin. Ein grosser Teil ihrer Kolonie ist bereits tot.

Todesursache war Fipronil

Wie gross das Ausmass dieses Mal ist, kann noch nicht genau gesagt werden. Die Berner Volkswirtschaftdirektion teilt mit, dass die toten Bienen zurzeit in einem Labor untersucht werden. Resultate sind in rund drei Wochen zu erwarten. Der Verdacht liegt aber nah, dass die Ursachen die gleichen sind wie 2014.

Damals konnte der Fall nur dank der Hartnäckigkeit der betroffenen Imker gelöst werden. Lange waren keine Ursachen für das Bienensterben ersichtlich. Dann fand ein Speziallabor in Deutschland heraus, dass der Wirkstoff Fipronil für das Unglück verantwortlich war. Fipronil ist in der Schweiz verboten, in anderen Ländern aber nicht.

Die Imker reichten Strafanzeige gegen unbekannt ein. Ende 2014 nahm die Suche ein Ende: Ein regionaler Obstbauer spritzte seine Plantagen mit einem zwar erlaubten, aber mit Fipronil verunreinigten Pflanzenschutzmittel. Die Herstellerfirma habe ihre Anlage nicht sauber gereinigt, lautete die offizielle Begründung. Das Bundesamt für Landwirtschaft startete umgehend eine Rückrufaktion für das Produkt.

Ein Mantel des Schweigens

Der Fall geriet aus der Öffentlichkeit. Zwischen den Imkern und der Herstellerfirma kam es zu einem Vergleich. Die Bienenzüchter wurden finanziell entschädigt. Ihre Gegenleistung: Stillschweigen. Die Imker dürfen nicht sagen, um welche Firma es sich beim Hersteller handelt. Auch Pflanzenschutzmittelanbieter wie die Landi dürfen nicht sagen, wer der Hersteller ist.

Recherchen zeigen, dass es sich um das Produkt Folpet 80 WDG handelt. Es stammt vom isra­elischen Agrochemiehersteller Adama Agricultural (bis 2014 Makhteshim Agan), ein Tochterunternehmen der Chem China, die 2016 auch die schweizerische Syngenta AG akquiriert hat. Auf Nachfrage bei Schweizer Lizenznehmern ist das Produkt nach wie vor im Handel erhältlich. Ob der Obstbauer das Mittel immer noch einsetzt, bleibt unklar. Er konnte telefonisch nicht erreicht werden. (Berner Zeitung)

Bienen fliegen auf Apfel und Raps

Unser Bienenanhänger steht immer noch in Maltbach (TG) und sorgt da hoffentlich für eine gute Apfelernte. Die Völker entwickeln sich prächtig und sammeln schön Honig.

Waagvolk Saum ist ausgeschwärmt

Am 11. Mai 2016 hat das Waagvolk um 12 Uhr 2.84 kg abgenommen. Das Volk ist geschwärmt. Die alte Königin überlässt das Volk ihrer Tochter und ist mit mehr als 20'000 Bienen abgehauen. Ich konnte den Schwarm einfangen und einlogieren. Das Volk wohnt nun in einer Dadant US Beute, dessen Pate die IKEA (DC Itingen) ist.

Die Bienenvölker gehen in Brut

Temperatur über dem Brutnest
Die schmale dunkelrote Linie zeigt den Temperatursensor über dem Brutnest.

Der Frühling geht los, die Bienenvölker gehen in Brut! Ich habe in der Grafik zwei Tage zusammen gefasst. Wenn man die feine, dunkelrote Linie anschaut bemerkt man, dass am Donnerstag die Temperatur noch bei ca. 8° C gelegen hat. Zwischen 12 und 18 Uhr ist sie dann auf knapp 30° C gestiegen. Die Königin legt ab sofort im grossen Stil Eier und das Bienenvolk muss nun die Brut Tag und Nacht auf 35° C wärmen. Da der Temperaturfühler etwas über dem Brutnest liegt, zeigt der ein paar Grad weniger an.

Bei einer Nachttemperatur von -5° C ist das ein Unterschied von 40° C. Gigantisch, wie der Bien (das gesamte Bienenvolk) diese Energie erzeugt.

In 21 Tagen werden die ersten 2016er Bienen schlüpfen.

Bienenflug im März
Rund um den Bienenstand liegt noch Schnee. Die Bienen tragen erst ganz wenig Pollen ein, da die Weide noch nicht blüht.

Winterbehandlung mit Oxalsäure

Am 31. Dezember haben wir die Winterbehandlung unserer Bienenvölker durchgeführt. Dabei wird eine mit Oxalsäure angereicherte Zuckerlösung auf die Bienen geträufelt. Die Zuckerlösung wird im Volk verteilt und den Varroa-Milben, die damit in Berührung damit kommen, werden die Beine verätzt. Diese fallen in den nächsten Tagen von den Bienen ab und das Volk wird so praktisch milbenfrei.

BIENENANHÄNGER WANDERT IN DEN THURGAU

In der Dienstag Nacht haben wir sieben Völker von zwei verschiedenen Ständen zusammen gesammelt. Die Temperatur und auch das Wetter war für Mitte November erstaunlich mild und sonnig. Ideal also, die schweren Bienenvölker zu zügeln. Auf eine gute Transportsicherung haben wir besonderes Augenmerk gelegt. Die Magazine dürfen auch bei einer scharfen Bremsung nicht verrutschen.


Bereits am Mittwoch um 11 Uhr stehen die Völker nun auf der Wiese und warten nun auf den Frühling. Dann sollen sie nämlich die wunderbaren Hochstamm Apfelbäume in Amlikon-Bissegg bestäuben.


Sobald die Fluglochkeile geöffnet werden, fliegen die ersten Bienen zu einem Orientierungsflug aus.

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